Kara-Ho Treffen auf Hawaii
Nach einer verspäteten Ankunft in Honolulu, empfangen von einem Schwall Hitze und schwüler Luft, sofort ins Hotel und ins Bett geschmissen. Der über 20 Stunden-Flug mit fast fünf Stunden Aufenthalt war zwar nicht leicht, aber er war's wert. Am 15.09.2007 begann der planmäßige Urlaub auf Kona, Big Island. In einem Hotel direkt am Strand, mit Klimaanlage, Ventilator, kompletter Küche in jedem Zimmer, Swimming Pool, Whirlpool und Elektrogrillen. Viel auszusetzen gab's nicht.

Aber wir wollten auch nicht den ganzen Tag rumsitzen (oder zumindest nicht jeden), wo es auf Hawaii so viel zu sehen gibt. Und wo wir schon mal dort waren, haben wie die Chance natürlich genutzt. Und so verbrachten wir die ersten paar Tage mit Vulkan-, Klippen- und Urwald-Spaziergängen, waren auf dem Mauna Kea, haben uns seltene Sandstrände angeschaut, und sind generell viel auf der Insel herumgekommen. Und wir hatten noch immer nicht alles besichtigt, aber bei einem viertägigen Aufenthalt auf der Insel ist das auch kaum möglich.

Doch Big Island war nicht alles. Also ging's nach ein paar Tagen zurück nach Oahu, der Hauptstadt Honolulu und natürlich dem weltbekannten Sandstrand Waikiki. Unser Ferienhaus, auf der Nordseite der Insel bot auch genug Komfort für die ganze Gruppe von zehn Personen. Auch zwei recht große Fernseher, wie man sie hier nichtmal im Elektroladen sieht, standen uns mit vielen Kanälen zur Verfügung. Doch ausser abends hatte man sowieso keine Zeit was zu schauen, denn nicht nur gab es auch her viel zu sehen, auch war der Strand direkt vor der Haustür und zog sich über Meilen hin. Und dies wurde im Laufe des Aufenthalts natürlich noch häufig ausgenutzt.

Nach etwa einer Woche Aufenthalt auf Hawaii, ging es dann aber zur Sache: das Ganze war schließlich ein Kara-Ho-Treffen. Und so kam es auch, dass wir erstmals Kara-Ho-Schüler und -Lehrer aus der ganzen Welt getroffen haben. Und natürlich war das Training da auch nicht fern: ob an einem Tag fünf Stunden von den höchsten Schwarzgurten unterrichtet zu werden, mit über 40 Leuten hüfttief im Wasser Techniken zu trainieren, oder um 6 Uhr morgens in einer kleinen Gruppe im Turtle Bay Resort Wrestling, Grappling und Abhärtung zu üben - an Training hat es nicht gemangelt.

Neben Training gab es aber auch viele andere Kara-Ho-Events, die es allein schon wert waren, nach Hawaii zu fliegen. Beim vom Grossmeister Sam Kuoha veranstalteten Luau (einem traditionellen hawaiianischen Fest) trafen viele erstmals Charles Kuehana - den ersten Trainer vom Grossmeister selbst. Bei einer Inselrundfahrt besuchten wir auch Dr. Perry, einen guten Freund von Professor Chow, dem Gründer von Kara-Ho. Natürlich trafen wir auch Shihan Kahananui, einen der höchstrangigen Lehrer in Kara-Ho, der als einziger eine Kara-Ho-Schule auf Hawaii besitzt.

Insgesamt ein Ereignis, das alles bisherige unübertroffen hat. Das größte weltweite Kara-Ho-Treffen auf einer der schönsten Inselketten der Welt. Durchaus ein Erlebnis, das keiner der Teilnehmer so schnell vergessen wird.

Doch wird es das einzige derartige bleiben? Wahrscheinlich nicht: ein weiteres Treffen ist bereits in Planung und wird vielleicht schon nächstes Jahr stattfinden. Wo es abgehalten wird steht zwar noch nicht fest, aber laut Grossmeister Kuoha käme ein Kreuzfahrtschiff im Pazifik in Frage. Hört sich schonmal vielversprechend an.